Wien A bis K // Wien L bis Z: Lainzer Tiergarten Leopoldsberg Lobau im Winter Madame Toussaud's Mexikokirche Naturpark Donau-Auen/Mühlwasser NS-Justiz-Mahnmal Park Schönbrunn Pötzleinsdorfer Wanderung Prunksaal der Nationalbibliothek Setagaya-Park St. RuprechtTheseustempel Udo Jürgens' Grabstätte Verkehrsmuseum Remise Votivkirche Weihnachts Wirtschaftsuniversität Zentralfriedhof
Das Beste zum Schluss – Teil 2
Als Musiker und Kulturliebhaber kommt man an WIEN nicht vorbei. Leonard Bernsteins Zyklus der Beethoven-Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern (1977–1979, daheim im ZDF gesehen) legte ein Samenkorn, das mit meinem ersten Besuch der Welthauptstadt der Musik 1986 aufging, als zarte Pflanze beim zweiten Besuch 1996 neue Nahrung erhielt und seit 2013, einem unvergesslichen Sommerurlaub mit Konzertauftritt im Großen Musikvereinssaal, und als Ergebnis etlicher weiterer Besuche, zu einem stattlichen Baum gewachsen ist. Ein Stück Heimat in der Fremde, mein spirituell-kulturelles Kraftzentrum ...
Lobau / Donauauen
Den Naturpark Donauauen – die Lobau samt Mühlwasser – besuche ich immer wieder gerne (prima Öffi-Anschluss und doch ganz weit draußen!), so zum Beispiel im goldenen Herbst anno 2022. Der sagenhafte Novembernebel anno 2025, der auch noch lange den Dezember 2025 im Griff hatte, hielt mich mitten im Dezember 2025 nicht von einer erholsamen Naturpark-Wanderung ab. Denn: Auch der Winter hat viele Farben, nur andere!
Wanderung im Lainzer Tiergarten
Der Lainzer Tiergarten vor den Toren Wiens, das war einmal Jagdgebiet, taugt heute aber ganz wunderbar zum Wandern. Mit Hermesvilla, Hirschgstemm und Hubertuswarte sowie der in Wien/Österreich beinahe unvermeidlichen Elisabeth (»Sisi«). 15 km Naherholung auf Schusters Rappen – selbstverständlich mit Öffi-Anschluss!
Höhenwanderung über den Leopoldsberg
Im März 2016 wagte ich eine quasi alpine Höhenwanderung über den Leopoldsberg von Kahlenbergerdorf nach Nußdorf und wurde reichlich belohnt, besonders mit schönen Aussichten. (Übrigens heißt der Weg vom Kahlenbergerdorf hinauf zum Leopoldsberg im Volksmund »Nasenweg«. Aber das habe ich erst 2023 erfahren.)
Wien bei Nacht im Dezember ..
... oder »Wien weihnachts«, denn ohne weihnachtlich beleuchtete Gassen ist Wien im Dezember nicht denkbar. Hier sind ein paar frei Hand gemachte Aufnahmen von Mitte Dezember 2025.
Für mehr und bessere Winter-Bilder müsste ich allerdings ein Stativ, warme Skiunterwäsche und mehr Zeit mitbringen!
Park Schönbrunn
Wer aus Fernost stammend »Ganz Europa in fünf Tagen« bucht, wird auch für ein oder zwei Stunden bei Schloss Schönbrunn aus dem Reisebus geworfen und darf sich dann dort verlustieren. Gegen Bewegungsmangel hilft ein Fußmarsch vom entfernten Busparkplatz hinauf zur Gloriette (besser als eine Schlossbesichtigung). Unterwegs wird man mit fantastischen Schloss- und Parkansichten sowie herrlichen Landschaftsperspektiven belohnt, solange es Tageslicht hat.
Außer am 10. Dezember 2025. Bereits seit Ende November (und noch einige Wochen länger) hatte ein mit Händen greifbarer Novembernebel ganz Wien fest im Griff. Ortskundige fanden wohl leicht ihren Weg, Fremde hingegen mussten sich vorsichtig vortasten und hatten von der ganzen Wiener (Ringstraßen-) Pracht genau nichts. Von Schloss, Park und Gloriette war praktisch auch nichts zu sehen. Aber fantastische Luft! Und wer die Gegend zu allen Jahreszeiten (ohne Nebel) bereits gesehen hatte, war um ein seltenes Erlebnis reicher. Daher hier ein gesondertes, kleines, besonders stimmungsvolles Park-Album.
Schönwetter-Ansichten aus Schönbrunn habe ich zum Beispiel im Frühsommer 2013, im Herbst 2024 und im Spätsommer 2025 genossen und festgehalten.
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
215.000 Bücher aus vier Jahrhunderten – prunkvollst präsentiert und sämtlichst digitalisiert –, Riesengloben, Deckenfresken bis zum Überdruss und Marmorstatuen sonder Zahl. So präsentiert sich die Österr. Nationalbibliothek. Ein Arbeitskollege berichtete mir jüngst nach seinem ersten Wien-Besuch, in Wien müsse das Wort »Prunk« wohl erfunden worden sein. Und da hatte er diesen Saal noch gar nicht gesehen!
Im Herbst 2025 gab es dort auch eine »Jahrhundertschau« benannte Sonderausstellung, die mit herausragenden Werken österreichischer Fotografen die Geschichte Österreichs von den Anfängen der (österreichischen) Republik bis zur Gegenwart präsentiert. Die hat es aber nicht in mein Fotoalbum geschafft. Einblicke darin gibt's hier.
Theseustempel im Volksgarten
Seit über 200 Jahren schon erfreut der im klassizistischen Stil errichtete Theseus-Tempel die Menschen, die vom Ballhaus- zum Rathausplatz den kürzesten und schönsten Weg zu Fuß nehmen. Nicht weniger erfreut die 1921 von Josef Müllner geschaffene Bronzefigur eines jugendlichen Athleten mit »Der Kraft und Schönheit unserer Jugend«. Die alljährlich im Tempel dargebotene zeitgenössische Kunst hingegen vermag diesem Widmungsspruch nicht immer gerecht zu werden. Übrigens war die Theseusgruppe, die den Besucher des Kunsthistorischen Museums seit 1890 auf der großen Stiege empfängt, ursprünglich hier zu Hause.
Votivkirche
25 Jahre von der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs bis zur Fertigstellung – für das 19. Jahrhundert keine kleine Leistung. Und am Ende stand und steht er da: Der »Ringstraßendom«. Mittlerweile fertig saniert, konnte ich mich an einem sehr sonnigen Novembertag 2023 drinnen und draußen ein wenig umschauen.
Im September 2025 kehrte ich zurück, diesmal mit richtiger Kamera, und so lasse hier nun meine Besucher gerne an meinen fotografischen Rundgängen teilhaben – außenherum im Uhrzeigersinn, innenherum gegen den Uhrzeigersinn.
Verkehrsmuseum der Wiener Linien in der Remise Erdberg
An einem sehr kühlen Novembertag im Herbst 2023 habe ich mir dann mal die wohl gesamte Geschichte der Wiener Linien bzw. des öffentlichen Transportwesens in der »Haupt- und Residenzstadt Österreichs« angeschaut. Viel gibt es hier im 3. Bezirk, im Erdberg-Grätzel, zu schauen, und manches auch auszuprobieren. Etwas mehr Platz würde man den historischen Fahrzeugen gerne gönnen, dann wäre auch manches Foto einfacher zu realisieren ... aber auch so lohnt sich ein virtueller Rundgang für alle Öffi-Interessierten! (43 Jahre zuvor war ich im London Transport Museum. Das hatte ich als sehr spektakulär in Erinnerung und war eigentlich ein wenig enttäuscht vom Wiener Pendant. Aber Wien ist nunmal nicht London.)
Setagaya-Park im Frühling
Als Düsseldorfer kennt man Japan am Rhein. Japan in Wien – das war mir neu, und das ist noch einmal ganz anders. Die typisch wienerische Gepflegtheit von und im Umgang mit öffentlichen Einrichtungen neben der geschickten Nutzung der natürlichen Hanglage lassen mir diesen japanischen Garten in bester Erinnerung. Besonders wertvoll übrigens der Erholungswert für die Bewohner des unmittelbar benachbarten Pensionistenheims im 19. Gemeindebezirk Döbling.
Quizfrage: Wieviele Schildkröten habe ich gesehen?
Mexikokirche
Pfarrkirche zum heiligen Franz von Assisi · Kaiserjubiläumskirche
An Eigennamen herrscht hier kein Mangel. Einer der größeren und jüngeren Wiener Kirchenbauten, begonnen 1898 und beendet 1910, aber noch immer nicht fertig gestellt (an den hölzernen Überdachungen der Eingangsportale gut zu erkennen, die sind original!) – Geldmangel war/ist der Grund. Einzig ein übermäßiges Spendenaufkommen anlässlich der Ermordung von Elisabeth, Gattin von Kaiser Franz Joseph I., ermöglichte Bau und Fertigstellung (!) einer ziemlich reich ausgeschmückten Elisabethkapelle. Sollte der Wien-Besucher alles einmal gesehen haben.
Auch, dass alleine Mexiko im März 1938 offiziell gegen den völkerrechtswidrigen »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich protestierte, sollte beachtet werden. Denn in Erinnerung dieser Tatsache heißt der Platz vor dieser Kirche »Mexikoplatz« und die Kirche selbst führt (auch) den Namen des mittelamerikanischen Landes.
Wanderung von Pötzleinsdorf über Cobenzl nach Grinzing
Impressionen einer schönen Wanderung vom Friedhof Pötzleinsdorf durch den Schlosspark Pötzleinsdorf und den Wienerwald hinauf zum Cobenzl und wieder hinab nach Grinzing, und schließlich zum Grinzinger Friedhof. Anfang und Ende der Wanderung markierten zwei bedeutende Musiker an der Wiener Hofoper und bei den Wiener Philharmonikern: Franz Bartolomey, Solo-Klarinettist, und Gustav Mahler, seines Zeichens Hofoperndirektor und Komponist: Beide wirkten zur gleichen Zeit am selben Ort.
Kirche St. Ruprecht
Wiens älteste! Und so ganz ohne die ganze Pracht des Barock und des Ringstraßenstils. Auch mal schön, vor allem wohltuend fokussierend auf Wesentliches.
Campus der Wirtschaftsuniversität (WU)
Frisch eingeweiht, schon fotografiert (2016).
Zentralfriedhof
Wenn man in Frieden ruhen soll, dann hier. Liegt man auch nicht so alleine, und schön ist es auch.
Besuch im März 2016
Zu allen Jahreszeiten ist die Natur auf eine je besondere Weise reizvoll, und auch die von Menschen Hand geschaffenen Bauwerke wirken je unterschiedlich. So sah es im März 2016 am Zentralfriedhof aus.
Besuch im Oktober 2022
Und so sah es dann am selben Ort im Herbst sechs Jahre später aus – anderes Licht, andere Kamera.
Anmerkung
Dr. Karl Lueger hat sich nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Antisemit um Wien verdient gemacht. Allerorten gedenkt und gedachte man ihm, seine Gedächtniskirche als Jugendstil-Prachtbau inmitten des Zentralfriedhofs beherbergt zwar noch sein Ehrengrab, trägt aber mittlerweile nicht mehr seinen Namen, sondern firmiert als Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus. Immerhin.
Udo Jürgens' Grabstätte
Udo Jürgens (Jürgen Udo Bockelmann, 30. September 1934 bis 21. Dezember 2014) fand 2015 in einer von seinem jüngeren Bruder Manfred Bockelmann gestalteten Grabstätte auf dem Wiener Zentralfriedhof seine letzte Ruhe (Urnengrab in einem marmornen Flügel).
Besuch im Mai 2015
Wenige Zeit nach Fertigstellung der Grabstätte und Beisetzung der Urne hatte ich anlässlich des »Eurovision Song Contest« in Wien Gelegenheit, »Lebe wohl« zu sagen. Der Termin war ganz passend, hatte Udo Jürgens doch drei mal am »Grand Prix de la Chanson d'Eurovision« (wie der Kompositions- [sic!] Wettbewerb früher hieß) teilgenommen, und 1966 mit seinem Siegertitel »Merci Chérie« dort den Beginn seiner Weltkarriere legen und feiern können.
Besuch im Oktober 2022
Wann immer ich in Wien bin, versuche ich einen Besuch auf dem Zentralfriedhof einzurichten. Im Oktober 2022 hatte ich wiederum die Kamera dabei. Knapp zwei Wochen zuvor gedachte man des 88. Geburtstages Udo Jürgens'.
Naturpark Donau-Auen und Mühlwasser
Wien, das ist nicht nur Kultur, Kirche, Kunst und Großstadt, das ist auch Natur pur mit Öffi-Anschluss! Hier ein paar Impressionen eines Spaziergangs durch einen kleinen Teil des Naturparks Donauauen / Lobau und entlang des Oberen und Unteren Mühlwassers. Wie man sieht, hat sich der Herbst an diesem Oktobertag 2022 alle Mühe gegeben, in angenehmer Erinnerung zu bleiben.
Bei winterlichem Nebel ist dortselbst übrigens auch ganz reizvoll – wie dieses Album zeigt.
X · Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz
Auch die Republik Österreich stellt sich (später als andere, aber immerhin) ihrer Vergangenheit nach dem »Anschluss« an das Deutsche Reich im Jahr 1938 und der nationalsozialistischen Herrschaft im Land bis 1945. Am Ballhausplatz, vis-a-vis von Bundeskanzleramt und Bundespräsidialkanzlei, steht seit 2014 dieses Denkmal von Olaf Nicolai.
Madame Toussaud's
Bei Madame Toussaud's Wachsfigurenkabinett im Wiener Prater trifft man viele bekannte Leute. Anfassen ist sogar erlaubt ...